Wohnungseigentum – Störender Mieter

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Wohnungseigentum – störender Mieter

Sehr Problematisch ist es für einen Wohnungseigentümer, wenn er die Wohnung an einen Mieter vermietet hat, der den Hausfrieden stört. Das Landgericht Braunschweig hat mit Urteil vom 12.03.2012, Az.: 6 S 360/11 erst vor kurzem entschieden, dass das Fehlverhalten eines Mieters, eines Wohnungseigentümers, der anderen Wohnungseigentümer sogar die Wohnungseigentür verklagen kann, dass das Fehlverhalten eingestellt wird. Hier hatte in dem Fall, der Mieter an dem eine Eigentumswohnung vermietet worden ist, im Flur vor der Wohnung ständig Gegenstände abgestellt. Der Flur war Gemeinschaftseigentum. Es gab einen Beschluss der Wohnungseigentümer, dass der Vermieter gegen seine Mieter rechtliche Schritte einleiten soll, damit die Benutzung des Gemeinschaftseigentums beendet ist. Der Wohnungseigentümer hat nichts unternommen. Daraufhin hat der Eigentümer einer anderen Eigentumswohnung den Wohnungseigentümer, der die Wohnung vermietet hat, verklagt, den Flur zu räumen, obwohl ja der Wohnungseigentümer selbst gar nicht die Wohnung benutzt bzw. das Fehlverhalten tätigte. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass ein derartiger Anspruch auf Beseitigung der Gegenstände im Hausflur, der Gemeinschaftseigentum ist, auch von einem Wohnungseigentümer gegen einen anderen geltend gemacht werden kann. Der Anspruch ergibt sich aus § 14 Nr. 2 Wohnungseigentumsgesetz.

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